Es kann viele Gründe geben, warum wir uns der Ergündung unseres wahren Wesens widmen. Viele kommen auf diesen Weg, weil sie aus ihrem Leid einen Ausweg finden wollen. Anderen wiederum, ist etwas Unvorhergesehenes widerfahren, weshalb sie gezwungen sind zu forschen. Dies kann eine Krankheit, ein Unfall, ein plötzlicher Job oder Verlust des Partners sein. Und einige bestreiten den Pfad der Selbsterforschung, weil ein zufälliges mystisches Erlebnis, das Leben ungeahnt auf den Kopf stellt.

Die Ursachen einer Selbsterforschung sind individuell, die Absichten auch. Doch meistens scheint die Motivation, die Sehnsucht nach Heilung, Veränderung, Glück, Erfolg, oder mehr von dem, was auch immer zu sein. 

Wenn die illusionierte heile Welt in sich zusammenbricht und die scheinbar gewohnte Sicherheit wegfällt, dann fangen wir an, Fragen zu stellen, Lösungen zu suchen und begeben uns somit auf eine Reise in die Ungewissheit. Forschung lässt uns Licht in das Dunkle bringen, doch zu wissen, was kommt, kann niemand von uns. Egal was wir suchen oder erhoffen zu erlangen, wahrhaftige Forschung, erlaubt uns die nötigen Antworten finden, sofern wir dazu in der Lage sind, die richtigen Fragen zu stellen, uns hinzugeben und den aufkommenden Täuschungen und Blockaden entgegen zu trete. Es braucht den Mut im Feuer der Wahrheit zu verbrennen.

Doch wir müssen nicht erst darauf warten, das die Illusion, die wir von uns oder Welt haben brutal zerbricht. Wir können uns schon vorher auf den Weg machen und uns auf die Ungewissheit des Lebens vorbereiten, die uns früher oder später alle trifft. Die Krise in der die Welt momentan steckt, ist meiner Meinung nach nur der Anfang, denn wir wissen nicht, wohin uns das führt oder was noch kommen wird.

Wenn wir uns einer ehrlichen, konsequenten und absichtslosen Erkundung unseres Wesens widmen, dann wird sich das Leben automatisch verändern. Es werden Dinge geschehen, die wir uns bisher nicht vorstellen konnten. Nicht immer sind diese Dinge angenehm. Manchmal entdecken wir etwas Furchteinflößendes. Wir können wir an Wahrheiten kommen, mit denen unsere Wirklichkeit im Konflikt ist. Der Körper kann zum Teil unangenehm reagieren. Doch sind das aus meiner Erfahrung natürliche Begleiterscheinungen, die innerhalb des Forschungsprozesses auftreten können. 

In diesen Situationen ist es äußerst interessant, denn hier kommen wir an unsere Grenzen. Diese Grenzen zu sprengen, fordert uns auf allen Ebenen heraus. Unseren Mut und vor allem unser Vertrauen. Von tiefgehender Sinnlosigkeit, Selbstmord-Gedanken, Panik-Attacken oder spontan unerklärlich aufkommende Reaktionen des Körpers, wie Zittern, Schweißausbrüche, Hitzewallungen, emotionale Ausbrüche, Lethargie oder Depression, kann vieles dabei sein. Manchmal alles sogar gleichzeitig. Wenn wir bereit sind, die Begleiterscheinung in unsere Forschung mit einzubeziehen und sie als Wegweiser betrachten, als nur darauf zu warten, bis sie wieder verschwinden, öffnen wir Türen für ungeahntes Potenzial, welches uns innewohnt. 

Die Geschenke, die wir auf unseren Weg erhalten, erheben uns und unsere Mitmenschen. Sie erfüllen uns und machen uns ganz. Das Leben und die Herangehensweisen unsere Herausforderungen zu meistern, verändern sich auf eine unerklärliche Weise. Muster, Verhaltensweisen oder anderes, die wir vor Jahren als störend empfunden, verwandeln sich in nützliche Eigenschaften und ermöglichen somit neue Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten. 

Die Glückseligkeit unserer Natur entfalten sich in alle Lebensbereiche hinein und wir lernen, die Welt und uns Selbst aus einem vollkommen neuen Blickwinkel zu betrachten. Das ist jedoch nichts mentales es ist unbeschreiblich.

Egal, vor welcher Herausforderung wir innerhalb unserer Forschungsreise stehen, es gibt immer eine Möglichkeit, diese zu bestehen. In der heutigen Zeit stehen uns alle Wege offen, die nötigen Werkzeuge zu finden. Manchmal braucht es eine Weile, bis wir sie gefunden haben. Oftmals reicht ein Buch, ein Blogartikel oder ein angeregtes Gespräch. Eine Situation, die wir beobachten. Ein Blick in den Himmel oder der Gang auf die Toilette. Wenn wir einen Lehrer, einen Coach oder anderen Begleiter haben, kann dies, die Forschung unterstützen. 

Sich selbst zu erforschen, ist das größte Geschenk, welches wir uns und der Welt machen können. 

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